Intelligente Präanalytik
Mobiolink schließt die kritische Lücke zwischen standardisierter Batch-Präanalytik und spezialisierter, manueller Probenvorbereitung. Komplexe Primärproben werden anhand von Materialart, angeforderten Analysen oder optischer Beurteilung automatisch erkannt, isoliert und an spezialisierte Arbeitsplätze geleitet. Durch Schritt-für-Schritt-Anleitung, eindeutige interne Barcode-Etiketten für Sekundärgefäße und die lückenlose Rückführung der Ergebnisse auf die ursprüngliche Muttergefäß-ID werden Sortierfehler vermieden und eine vollständige Datennachverfolgbarkeit gewährleistet.
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Über die Grenzen der Standard-Batch-Präanalytik hinaus
Im modernen Labor werden präanalytische Standardaufgaben wie allgemeine Zentrifugation oder einfaches Aliquotieren typischerweise vom LIS oder von automatisierten Großgeräten über eine sequenzbasierte Nachverfolgung gesteuert. Hochkomplexe Matrizes erfordern jedoch eine lokale, spezialisierte Vorbereitung, bevor sie sicher an analytische Geräte übergeben werden können. Mobiolink erkennt diese Sonderfälle bereits beim Probeneingang aktiv und vermeidet so das Risiko sporadischer Fehlsortierungen, die zu schwerwiegenden nachgelagerten Analysefehlern führen.
Mehrkriterien-Erkennung und intelligente Isolierung
Mobiolink überwacht eingehende Proben kontinuierlich und kennzeichnet jene, die eine spezialisierte fachliche Vorbereitung erfordern, über drei Erkennungsebenen. Sobald sie erkannt sind, werden diese Proben unmittelbar aus der Standard-Automationsstraße isoliert und an einen dedizierten Spezialarbeitsplatz geleitet.
- Materialart und Matrix: automatische Erkennung von Matrizes, die eine manuelle oder mechanische Aufbereitung benötigen (z. B. Suspension/Verflüssigung von Stuhlproben, Zerkleinerung, Homogenisierung).
- Analysegesteuerte Regeln: automatische Erkennung anhand bestimmter angeforderter Tests, die eine Vorbereitung verlangen (z. B. lokale Zentrifugation, protokollgesteuerte Verdünnungen).
- Optische Beurteilung: das Personal kann Proben direkt am Arbeitsplatz manuell anhand sichtbarer Merkmale kennzeichnen (z. B. lipämische, ikterische oder stark visköse Zustände).
Sicheres Aliquotieren und geschlossene LIS-Zuordnung
Wenn eine Probe aufgeteilt oder in ein Sekundärgefäß überführt werden muss, stellen manuelle Übertragungsfehler ein erhebliches Risiko dar. Mobiolink beseitigt diese Gefahr, indem es automatisch eine eindeutige, eigenständige Proben-ID erzeugt und ein Barcode-Etikett für das neue Tochtergefäß druckt. Zur Wahrung der vollständigen Datenintegrität gegenüber externen Systemen wird diese Tochter-ID ausschließlich innerhalb von Mobiolink verwaltet. Nach Abschluss der Analyse überträgt Mobiolink die Daten automatisch zurück und übermittelt die Ergebnisse unter der ursprünglichen ID-Nummer des Muttergefäßes an das LIS.
Nahtlose Wiedereingliederung
Nach Abschluss der spezialisierten präanalytischen Schritte bleibt die Probe nicht sich selbst überlassen. Mobiolink führt die vorbereitete Probe zurück zur ursprünglichen Registrierungs- bzw. Sortier- und Verteilstraße. So wird sie nahtlos in den Standard-Batch-Ablauf neben allen übrigen Routineproben wiedereingegliedert und eine durchgängige, ununterbrochene Probenkette gewahrt.