Probenannahme & Vorsortierung
Mobiolink verwandelt den traditionell fehleranfälligen Probeneingang in einen hochstrukturierten, systemgeführten Prozess mit direkter LIS-Anbindung. Sonderfälle und fehlerhafte Aufträge werden früh ausgeschleust, sodass nur einwandfreie Proben die Routine durchlaufen.
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Systematische Verarbeitung und Klassifizierung
Nach der initialen Registrierung im Labor-Informations-System (LIS) übernimmt Mobiolink alle Auftragsdaten vollautomatisch. Die Software übersetzt die administrativen Einzelanforderungen direkt in die spezifischen, abzuarbeitenden Multiplex-Assays. Parallel dazu erfolgt im Hintergrund eine sofortige Vorsortierung der Primärproben nach differenzierten Kriterien:
- Einordnung nach Analysegruppen und Materialtyp.
- Identifikation notwendiger physikalischer Vorverarbeitungen und der erforderlichen Präparationschemie.
- Ausgabe klarer, visueller Sortieranweisungen für den Anwender, wodurch jegliche manuelle Interpretation des Anforderungsprofils hinfällig wird.
Intelligentes Fehler- und Sondermanagement
Das System fungiert als digitaler Filter direkt an der Prozessgrenze. Unvollständige Aufträge, widersprüchliche Daten oder Proben mit spezifischen Problemen werden automatisch erkannt. Diese kritischen Fälle werden gezielt ausgeschleust und gelangen gar nicht erst in den Routinekreislauf. Dadurch wird der nachgelagerte Laborbetrieb effektiv vor Störungen geschützt, und das Personal fokussiert sich ausschließlich auf direkt verarbeitbare Proben.
Geführte Vorverarbeitung (Pre-Processing)
Proben, die vorbereitende Schritte wie Zentrifugation, Verdünnung oder Splitting benötigen, werden organisatorisch separiert. Mobiolink blendet für jede Probe die konkrete Standardarbeitsanweisung (SOP) ein und führt den Bediener in der richtigen Reihenfolge durch den Ablauf. Bei der Erstellung von Sekundärgefäßen wird direkt ein neuer Barcode erzeugt, wobei die digitale Verbindung zur Primärprobe im System lückenlos gewahrt bleibt. Dieser Arbeitsplatz agiert bewusst getrennt vom Probeneingang, um Zeitdruck durch auflaufende Standardproben zu vermeiden.
Dynamische Sortierlogik und Workflow-Optimierung
Anstatt beim Eingang eine komplexe Endsortierung vorzunehmen, werden die Proben zunächst zeitsparend in strukturierte Sammelgruppen überführt. Die finale, systemgesteuerte Zuordnung zu den Arbeitsbereichen erfolgt flexibel im Hintergrund. Die zugrundeliegende Sortierlogik ist zentral in Mobiolink definiert. Änderungen – wie beispielsweise eine modifizierte Priorisierung am Nachmittag oder ein veränderter Ablauf am Wochenende – greifen sofort und anwenderübergreifend, ohne dass Teamschulungen oder interne Absprachen notwendig sind.
Optimised Range Picking (ORP) für die PCR-Vorbereitung
Als strategische Schnittstelle zur Folgeanalytik ordnet Mobiolink die Primärproben vor dem Transfer in Deepwell-Platten in einer optimierten Reihenfolge an. Diese ORP-Sortierung erfolgt präzise nach Assay-Kombinationen und Pipettierlogik. Das Verfahren stellt sicher, dass die Eluate im späteren Verlauf hocheffizient mit Multikanal-Pipetten oder beschleunigten Pipettierrobotern übertragen werden können, was das manuelle Fehlerrisiko und unnötige Umsetzschritte minimiert.