Automatische Interpretation der Ergebnisse
Diese Stufe automatisiert die Primärauswertung und die technische Qualitätskontrolle. Mobiolink importiert die Rohdaten, berechnet die Ergebnisse und prüft alle Kontrollen — nur einwandfreie Läufe werden zur Freigabe vorbereitet.
Hintergrund-Import und präzise Probenzuordnung
Mobiolink überwacht die Zielverzeichnisse der Messgeräte kontinuierlich. Sobald eine exportierte Datei aus Stufe 4 bereitliegt, liest das System die Rohdaten (Kurvenverläufe, Fluoreszenzsignale oder Rohwerte) vollautomatisch ein. Über die in Stufe 3 dokumentierte Belegungsmatrix verknüpft die Software jedes Messergebnis fehlerfrei mit der dazugehörigen Primärprobe und den administrativen Patientendaten aus dem LIS – ein manueller Zuordnungsaufwand entfällt komplett.
Algorithmische Kurvenauswertung und Ct-Wert-Berechnung
Nach dem Import wendet Mobiolink standardisierte mathematische Auswertealgorithmen auf die Rohdaten an. Das System analysiert die Kinetik der Messkurven, berechnet die exakten Ct-Werte (Threshold Cycle) oder Konzentrationen und führt die primäre Interpretation (positiv, negativ, grenzwertig) durch. Die Kriterien hierfür sind zentral und manipulationssicher in den Assay-Stammdaten hinterlegt, was eine absolut reproduzierbare Auswertung garantiert.
Umfassende technische Validierung
Bevor ein Ergebnis validiert wird, durchläuft die gesamte Messserie eine automatisierte technische Prüfung. Mobiolink validiert das System von innen heraus:
- Vorhandensein und korrekte Signalstärke der mitgeführten internen Kontrollen (ICs) in jedem einzelnen Well.
- Verifizierung der globalen Kontrollen (Positivkontrollen, Negativkontrollen, Leerwerte) zur Freigabe des Gesamtlaufs.
- Abgleich von Replikaten und Standardkurven auf mathematische Plausibilität und zulässige Toleranzgrenzen.
Automatisierte Freigabe und proaktives Flagging
Proben, die alle technischen Kontrollen fehlerfrei bestanden haben und eindeutige Messsignale zeigen, werden vom System automatisch für die medizinische Freigabe und den LIS-Rücktransport freigeschaltet. Sollte das System jedoch eine verletzte Qualitätsregel, eine unzureichende interne Kontrolle oder eine atypische Kurvenform detektieren, wird die betroffene Probe gesperrt. Sie erhält ein spezifisches technisches „Flag“ (Warnhinweis) und wird dem Laborleiter gezielt zur manuellen Begutachtung vorgelegt.